Ladakh

Ladakh/Zanskar (Nordindien) 2014, 2015 und 2017

 

In Zusammenarbeit mit der Athenstaedt-Stiftung gab es im Juli/August 2014 sowie im August/September 2015 ein jeweils zweiwöchiges Dental-Camp an der SECPAD-Schule in Karsha-Yulsum (in der Nähe von Padum) in Zanskar. 

Im Juni/Juli 2017 fand ein weiterer Aufenthalt statt. Erfreulicherweise konnten wir feststellen, dass sich die Zahngesundheit der Schulkinder bereits verbessert hat.

Die Anreise erfolgt über Delhi und Weiterflug nach Leh, wegen der Ankunft in großer Höhe (3.500m) muß man in Leh ca 3 Tage zur Akklimatisation einplanen.

Die Weiterfahrt mit geländegängigem Fahrzeug bis Padum dauert je nach Kondition 2-3 Tage. Für die Strapazen der Fahrt wird man jedoch mehr als entschädigt durch das Erleben der phantastischen Landschaft rundherum. 

Während der Wintermonate sind die Bewohner der Dörfer in Zanskar völlig auf sich alleine gestellt aber auch sonst sind Ärzte nur nach mehrtägiger Fahrt erreichbar. Im äußersten Notfall werden Militärhubschrauber zur Rettung von Menschenleben eingesetzt, vorausgesetzt das Telefon funtioniert und die Wetterverhältnisse lassen Start und Landung zu. 

Untergebracht und rührend umsorgt sind wir während der zwei Wochen in Zanskar bei der Familie des Mitbegründers der SECPADS (Social Education Cultural Preservation & Development Society), Mr. Sonam Namgyal. Er kümmert sich auch persönlich, gemeinsam mit der Schulleitung, um die Organisation des Dental-Camps. Die engagierten Lehrer und Mitarbeiter der Schule tragen dazu bei, dass an 12 Tagen mehrere Hundert Patienten behandelt werden können.  In der ersten Woche werden die Schulkinder (von denen ein großer Teil im schuleigenen Hostel lebt) untersucht und behandelt.

Es zeigt sich, dass es einen außerordentlich hohen Behandlungsbedarf gibt. Die Kinder wurden auch mit Zahnbürsten und Zahnpasta versorgt und es wird in Kleingruppen das Zähneputzen geübt. Um die Zahngesundheit der Kinder zu verbessern, werden auch die Eltern eingeladen und über Mundhygiene und gesunde Ernährung informiert. 

In der zweiten Woche werden neben den Kindern auch erwachsene "Schmerzpatienten" behandelt und mit Zahnbürsten versorgt. In Gesprächen mit dem Schulleiter Mr. Sharma gibt es gemeinsame Überlegungen, mit welchen Maßnahmen eine Nachhaltigkeit in der Prophylaxe erreicht werden könnte. 

Ganz sicher wären regelmäßige zahnärztliche Besuche sinnvoll, ein nächstes Projekt ist in Planung.

Marianne Prien in Zusammenarbeit mit www.dental-volunteers.com und www.athenstaedt-stiftung.de

sowie großzügige Unterstützung u.a. durch den LIONS CLUB HANNOVER HERMES

Herzlichen Dank auch an alle Spender aus dem Patientenkreis !